Analyse, Bilanz und Hauptrichtungen der Weiterentwicklung
Band 13 der
Hochschulschriften zur Mathematikdidaktik
Münster 2026, ca. 590 S., davon viele farbig 17 cm x 24 cm
erscheint Mai 2026
Print: ISBN 978-3-95987-381-9, 99,90 €
E-Book: ISBN 978-3-95987-382-6, 90,90 €
https://doi.org/10.37626/GA9783959873826.0
Abstract
Schulbücher stellen sowohl für Lehrende als auch für Lernende ein zentrales Element des Mathematikunterrichts dar. Unabhängig von den mathematischen Inhalten bieten Mathematikschulbücher durch ihre didaktische Gestaltung, also die Präsentation und den Umgang mit den mathematischen Inhalten, höchst unterschiedliche Lerngelegenheiten. Neben dem Vorhandensein, der Art und dem Umgang mit Abbildungen und Erklärungen wirken sich vor allem die eingesetzten Aufgaben auf das Potenzial eines Schulbuchs aus.
Die Arbeit beschreibt den Aufbau eines umfangreichen „Analyseinstruments“ für Mathematikschulbücher, das es ermöglicht, die eingesetzten Schulbuchabbildungen, -erklärungen und -aufgaben detailliert zu analysieren und einer quantitativen Analyse zugänglich zu machen. Dabei werden für die drei Schulbuchelemente insgesamt 31 Merkmale zur Analyse theoriebasiert hergeleitet. Schulbuchbeispiele konkretisieren diese Merkmale mittels 181 Merkmalsausprägungen. Dieser Aufbau erlaubt nicht nur vielfältige Aussagen zu einzelnen Aspekten der didaktischen Gestaltung, sondern ermöglicht es darüber hinaus, Zusammenhänge zwischen Gestaltungsmerkmalen zu identifizieren.
Am Beispiel von 17 Schulbüchern – beginnend mit der NS-Zeit bis in das erste Jahrzehnt des 21. Jahrhunderts – wird der Einsatz des entwickelten Analyseinstruments exemplarisch dargestellt und evaluiert. Hierbei werden empirische Aussagen zur historischen Entwicklung von Mathematikschulbüchern generiert und Einsichten in charakteristische (Gestaltungs-) Merkmale der einzelnen Epochen gewonnen.





